la vidavanesa

Hallo ihr Lieben,
ich bin Charleen und in meinem Leben passiert immer wieder eine ganze Menge. Eigentlich habe ich diesen Blog nur angemeldet, damit ich mir mal alles von der Selle schreiben kann. Ob ihr das ganze lest oder nicht bleibt euch überlassen. Ich würde es wahrscheinlich nicht tun. Da das der erste Eintrag ist möchte ich als erstes den Namen des Bloges erklären und als nächstes mich selbst und meine Vergangenheit vorstellen.
Alsoo... Der Name ist eigentlich ganz einfach. Er ist auf Spanisch, weil ich meine schönsten Tage in meinen 19 Jahren in Santiago de Chile verbracht habe. Zur Übersetzung lässt sich eigentlich nur sagen, dass, wie ihr Vielleicht wisst, vida Leben bedeutet. Das Wort la vanesa (der Schmetterling) habe ich eigentlich nur gewählt, weil mein voller Name Charleen-Vanessa ist und Schmetterlinge mag. Ich bin durch Zufall auf das Wort 'vanesa' gestoßen, da ich bisher nur das Wort 'mariposa' für Schmetterling kannte.
Ich langweile euch wahrscheinlich jetzt schon. Aber wisst ihr was? Der Zweck ist auch nicht unbedingt euch zu unterhalten.
Zu meine Person... nun ja, ich bin 19 Jahre alt, bin ein Scheidungskind und 80% meiner bisherigen Beziehungen waren Fernbeziehungen. Man kann nicht unbedingt sagen, dass ich immer Glück im Leben hatte. Aber wer hat das schon? Meine Eltern haben sich getrennt als ich zwölf war. Ich hatte damit keine großes Problem, es war schließlich ihre Entscheidung und sie hatten, genauso wie jeder andere auch, das Recht darauf glücklich zu sein. Ich weiß noch wie sich mein Papa eine Woche danach mit meiner jüngeren Schwester und mir auf den Buddelkasten gesetzt hat und sagte:'Ich werde immer für euch da sein!'. Tja, drauf geschissen. Seitdem habe ich ihn vielleicht fünf mal gesehen.
Bitte denkt nicht, dass ich so ein 'Emo-Mädchen' bin. An sich bin ich total normal und recht fröhlich. Aber selbst die tapfersten Menschen brauchen ein Ventil.
Mein lieber Daddy hat seither versucht, uns mit allen Mitteln aus dem Haus zu bekommen. Er hat mich so oft enttäuscht, dass ich Anfang letzten Jahres beschlossen habe, in psychologische Behandlung zu gehen. Das konnte niemand so richtig verstehen, weil ich nach außen immer einen glücklichen Eindruck machte. Bis ich dann weinend zusammengebrochen war und ziemlich heftige (für mich heftige) Depressionen verfiel.
Wenig später wurde ich 18 Jahre alt. Es gab eine große Party mit allen meinen Freunden. Warum ich euch das erzähle? Ich weiß, ist ja nichts besonderes 18 zu werden. Wird ja jeder. Jedoch hat sich zwei Wochen danach ein Freund von mir das Leben genommen. Als ich meiner Psychologin davon erzählen wollte (es war erst die fünfte Sitzung) hat sie zu mir gesagt, dass sie mir nicht helfen könnte und mir einen anderen suchen solle. Mit einem Mal war ich auf mich allein gestellt, weil Freunde und Familie meiner Meinung nach damals die Falschen waren um darüber zu reden. Ich muss gestehen, dass ich zu dem Zeitpunkt ernsthafte Gedanken an Suizid hatte. So lebte ich knapp nen halbes Jahr, bis ich meinen jetzigen besten Freund kennen lernte. Er hatte/hat selbst auch Depressionen und wusste wie es mir ging. Er hat mir sehr geholfen. Er war für mich da, immer.

Ich denke das reicht für's erste. Ich werde die Geschichte morgen fortführen.
Habt einen schönen Tag.

27.1.14 12:11

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